Maldives - A low budget trip?

June 5, 2017

Surfen auf den Malediven? Klingt wie ein Traum? Ja, aber wie ein Traum der auch für jeden low Budget Reisenden wahr werden kann! Vorausgesetzt man weiß wie!

Die Malediven sind eine Inselgruppe im indischen Ozean. Die Inselgruppe gliedert sich in Nord- und Südatoll. Wenn man gezielt nach einem Surftrip auf den Malediven sucht, landet man meistens im Nordatoll. Und noch dazu bei Surfcamps oder Boot Trips die pro Woche und Kopf gerne mal um die 1000 € kosten. 

Im Nordatoll findet man die bekannten Spots wie Cokes, Chickens und Jailbreaks. Ich war allerdings weiter südlich unterwegs. 

Der Schlüssel zur Budget Malediven Reise lautet “Einheimischen Insel”. Die Inseln auf den Malediven unterscheiden sich nämlich zwischen Ressortinsel und Einheimischeninsel. Bis 2008 war es als Tourist allerdings nur erlaubt auf einer Ressortinsel Urlaub zu machen. Inzwischen hat sich die Lage vor Ort aber geändert und man darf als Tourist auch auf Einheimischen Inseln Urlaub machen. Allerdings muss man wissen, dass die Malediven ein islamisches Land sind. Heißt wer Alkohol und Party sucht, der sollte doch lieber sparen und zur klassischen Ressortinsel greifen. Wer sich allerdings ganz aufs Surfen fokussieren will und sich die Abende auch anders zu beschäftigen weiß als mit dem klassischen After Surf Bier, ist auf einer Einheimischen Insel perfekt aufgehoben. Das schöne daran ist nämlich auch, dass man dort neben leeren Line Ups auch noch das wahre Malediven erleben kann und von der Kultur und den Menschen die dort leben einen wirklich echten Eindruck bekommt.

(Quelle Bild: https://www.google.de/maps) 

 

So und nun zu den Fakten: 

Ich bin auf der Insel „Guraidhoo“ untergekommen. Guraidhoo liegt zwar deutlich südlich von Male, gehört aber immer noch zur Nord Zentral Provinz. Ich war im Oktober da, heißt eigentlich genau zum Ende der Hauptsaison was Wellen angeht. Und trotzdem waren wir die meiste Zeit nur zu zweit im Line Up! Allerdings sollte man beachten, dass die Malediven durch die oft langen Paddelouts und die flachen Reefbreaks definitiv nichts für Anfänger sind. Ich würde mich selbst allerdings definitiv auch nicht zu den Supersurfern zählen, aber ich bin oft genug im Wasser um meine Fähigkeiten gut einschätzen zu können und zu wissen was ich mir zutrauen kann und was nicht.

Von Guraidhoo erreicht man mit einem kürzeren und einem etwas längeren Paddelout zwei Spots. Es gibt die Möglichkeit mit dem Boot zu dem weitere entfernteren Spot zu fahren. Um Geld zu sparen haben wir uns aber dazu entschieden den 15 Minütigen Paddle Out in Kauf zu nehmen. Da ich das leere Lineup dort so lieben gelernt habe und das dort auch nicht zerstören will, werde ich an dieser Stelle keine Namen der Spots nennen. Man findet sie eh auch nicht bei den bekannten Wellenvorhersagern wie magicseadweed oder Surfline. Aber ich verrate euch noch, dass ich in einem sehr süßen Guesthouse untergekommen bin, welches den Namen „Sunshie Lodge“ trägt. Dort kann man in der Low Season für knapp 20 € pro Nacht / Kopf inkl. Frühstück wohnen und die geben euch dann auch die genauen Infos zu den Spots.

Auf der Insel gibt es zwei Restaurants wo man relativ günstig essen gehen kann wobei die meisten Guesthouses aber auch Mittag bzw. Abendessen anbieten. Ich würde sagen, wenn man sich wirklich nur aufs Surfen konzentriert kann man für knapp 35 € pro Tag inkl. Unterkunft und Essen gut weg kommen. 

 

Ganz wichtig ist auch noch zu wissen, dass Guraidhoo unter den Einheimischen inzwischen zwar bekannt für die Surfspots drum herum ist, die Insel aber bisher noch auf keinerlei Surftourismus ausgelegt ist. Wir hatten Glück, dass wir durch Zufall einen Tauchshop gefunden haben, die ein Board für meinen Kumpel zum leihen da hatten. Surfcamps, Surfshops oder gar die Aftersurfbar sucht man hier aber vergeblich. Wenn man das aber vorher weiß, kann man sich darauf einstellen und packt eben alles was man für einen gelungenen Surftrip braucht von zu Hause aus ein.

Was die Wassertemperatur und die passende Neoauswahl angeht, brauche ich glaube ich nicht viel sagen. Allerdings sollte man als Frau beachten, dass es nunmal ein islamisches Land ist. Es ist zwar generell ok im Bikini zu surfen, allerdings ist es absolut ungern gesehen sich im Bikini auf zum Strand zu machen. Da heißt es zumindest für die Mädels, Boardshort und T-Shirt an! Ich selbst bin in einem 1 mm Suit gesurft und hab mir für den Weg zum Spot dann meistens einfach eine Short übergezogen! Ganz wichtig und diesmal auch für die Jungs sind aber auf jeden Fall Reefbooties! Am manchen Stellen ist das Riff nämlich doch sehr shallow und leider auch ziemlich scharfkantig.

Wenn man aber diese Kleinigkeiten beachtet, kann man auf Guraidhoo auf jeden Fall einen unvergesslichen Surftrip erleben! Und wenn doch mal Wellenflaute ist, was wenn man zur richtigen Tide ins Wasser geht eigentlich eher unwahrscheinlich ist, kann man rund um Guraidhoo super schnorcheln und tauchen gehen. Dort kann man von den Mantas bis zu den angeblich entspanntesten Haien der Welt so ziemlich jedem Meeresbewohner Guten Tag sagen. Was die Haie angeht, müsst ihr euch aber wirklich keine Sorgen machen. Ich selbst habe wirklich viel Respekt vor diesen süßen Fischis, aber das ist hier wirklich kein Grund zur Sorge! Guraidhoo hat übrigens ca. 2000 Einwohner und man hat die Insel in max. 20 Min komplett umrundet. Nur dass ihr mal einen ungefähren Eindruck von der Größe der Insel bekommt. 

So und zum Schluss nochmal alles zusammengefasst:

 

Wer noch mehr über die Malediven erfahren möchte und wissen will wie mein ganz persönlicher Eindruck von dem Trip war, der sollte unbedingt meinen Blogpost “Maldives - still dreaming” checken. 

 

Hang Loose! 

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