Welcome to India

June 5, 2017

Am Sonntag ging es für mich nach Indien. Um genauer zu sein, nach Delhi. Leider weit weg von jeglichen Wellen und noch dazu von Vorurteilen gerade zu geprägt. 

Eine meiner Prinzipien ist aber auf jeden Fall mir immer erstmal selbst ein Bild zu machen bevor ich mich irgendwelchen Vorurteilen anschließe. Da mich meine Mama schon seit meinem letzten Indien Layover bekniet, ihr doch endlich mal wieder Gewürze von dort mitzubringen und ich bisher auch nur im Süden von Indien, aber noch nicht in Delhi war, war ich fest entschlossen die Stadt zu erkunden. 

Da ging es dann leider auch schon los. Als blonde, große Frau ist man in Indien leider nicht so ganz unauffällig unterwegs. Die Kollegen haben mir auch dringend davon abgeraten, alleine durch die Stadt zu ziehen. Was ich auch definitiv eingesehen habe, da man als Europäer nun mal doch sehr einzigartiges dort ist. Eine ganz liebe Kollegin hat sich dann erbarmt und ist mit mir los. Vorausgesetzt allerdings, ich begleite sie nach meiner Jagd nach den Gewürzen zur Massage. 

Wie ich fand, nicht der schlechteste Deal. Da wir erst mitten in der Nacht in Delhi angekommen sind verabredeten wir uns für 12 Uhr in der Lobby. Von da ging es dann raus aus dem Hotel und auf Tuk Tuk Suche. Und ich muss sagen, ich war wirklich erstaunt wie easy das war. Quasi wie man sich das typische Taxi anhalten in NYC vorstellt. Nur eben auf indisch und statt Taxi mit Tuk Tuk. 

An der Tuk Tuk Fahrt hatte ich schon bei meinem letzten Indien Besuch Spaß. Man hat nämlich das Gefühl, dass es dort, abgesehen davon dass in Indien Linksverkehr herrscht, im Straßenverkehr nicht wirklich Regeln gibt und die Tuk Tuk Fahrt war so mehr mit einer aufregenden Achterbahnfahrt zu vergleichen. Am Zielort angekommen ging es dann wie gesagt erstmal zur Ayurveda-Massage. Man ich sags euch. Das war was. Abgesehen davon, dass ich mit mind 3 Litern Öl begossen wurde, war das auch die mit Abstand intimste Massage meines Lebens. Im Gegensatz zu dem sonst so strengen Indien, gerade was die Bekleidung oder die Rolle der Frau angeht, war es hier dann auf einmal ziemlich freizügig. 

Als die indische Masseurin, als ich schon nur noch meinen Schlüppi anhatte, immer noch vor mir stand und in bestimmendem Ton “Change Madame!” sagte, war ich doch irgendwie eingeschüchtert. Mir wurde dann eine Art Lendenschürtz umgelegt, den ich während der Massage aber auch noch los geworden bin. Da kam ich mir dann doch ein bisschen hilflos vor. Und auf der Massage Bank, die mehr einem Holztisch glich, als einer entspannenden Massage Liege, war dann an wirkliche Entspannung irgendwie auch nicht mehr zu denken. Zum Abschluss gabs noch einen Stirnguss, der zwar während dessen wirklich angenehm war, mich aber durch die Mengen an Öl in meinen Haaren danach doch auch gut Nerven gekostet hat. 

Danach gings dann noch zur “Green Market Road”. Eine kleine typisch indische Einkaufsstraße in der man viele kleine Gewürzläden und andere Lebensmittelgeschäfte findet. Da es aber einfach so unfassbar heiß war und man als Frau ja doch eher sehr “warm” gekleidet ist, entschieden wir uns danach zurück zum Hotel zu fahren. 

Um ein umfassendes Fazit zu Delhi geben zu können, war ich mit den knapp 20 Stunden Aufenthalt die ich dort hatte, wirklich zu kurz da. Ich muss allerdings sagen, dass die Inder die ich dort kennen lernen durfte entgegen der Vorurteile wirklich freundliche und hilfsbereite Menschen waren. 

Dennoch muss ich sagen, dass ich es jetzt wirklich kaum mehr abwarten kann bis ich endlich wieder nach LA und damit auf mein Board und in mein geliebtes Meer komme. Und um ganz ehrlich zu sein, mache ich gerade eine ganz schön harte Zeit durch. Ich glaube das ist gerade die längste “Wellen-Abstinenz” im letzten halben Jahr. Um so mehr aufgeregt bin ich, dass es Anfang Oktober nach Sri Lanka geht. Sehr zum Leid von meinem Reisepartner fürchte ich. In mir brodelt es nämlich gerade zu voller Vorfreude und Euphorie, dass ich ihn glaube ich mit meinen ständigen Nachrichten ganz schön fordere. Ich freue mich einfach riesig auf den Trip. Ich freue mich auf angenehm warmes Wasser, auf perfekte Wellen, auf endlose Surfsessions und natürlich auch auf ein abenteuerreiches Sri Lanka! 

 

Ich hatte auf dem Flug von Frankfurt nach Delhi eine sehr interessante Unterhaltung mit einem älteren Kollegen und habe ihm von meiner Liebe zum Surfen erzählt. Er meinte er kann diese Liebe zum Wasser und zu den Ozeanen dieser Welt sehr gut verstehen. 

Die Liebe zum Meer ist nämlich eine Liebe, die dich nie verlässt, eine Liebe die dich nie betrügt, eine Liebe die immer auf dich wartet und eine Liebe, die dich, hast du dich einmal in sie verliebt, nie mehr gehen lässt. 

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Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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