Explain + Explore = Explainora

June 6, 2017

 

Wir reisen um die ganze Welt, verbringen unsere Zeit an den schönsten Stränden dieser Welt, surfen die tollsten Wellen dieser Welt und fliegen nach Hause mit den tollsten Erinnerungen. Mit Erinnerungen an eine Reise mit meist unvergesslichen Eindrücken von einem neuen Fleckchen Erde, das wir erkundet haben. 

Aber wie sieht es eigentlich hinter den Kulissen aus? Wer beschäftigt sich ehrlich mit den Problemen die in dem jeweiligen Land bestehen? Genau vor einem Jahr, habe ich um diese Zeit die Wellen von Indonesien gesurft. Gesurft durch Müll und vor allem gesurft durch Plastik. Ich war geschockt. Aber was habe ich dagegen unternommen? Um ehrlich zu sein nichts. Weil ich nicht gewusst habe was ich hätte unternehmen sollen. Klar, ich habe keine Plastikflaschen gekauft und mein Wasser aus einer wiederverwendbaren Flasche getrunken. Aber sonst? 

 

Kurz vor meiner Reise auf die Philippinen bin ich durch Facebook auf das Projekt “Explainora” aufmerksam geworden. Explainora wurde von zwei Mädels aus Chemnitz zum Leben erweckt.  

“Explainora ist ein Projekt, welches Reisen und Helfen miteinander verbindet. Dafür werden kleine Hefte illustriert, die wichtige globale Themen behandeln und vorrangig Kinder über diese aufklären sollen. Es werden verschiedene Situationen beobachtet, Abläufe verständlich erklärt und Lösungen für verschiedene Probleme aufzeigt…” “…Sie erscheinen zweisprachig, werden von Freunden und Reisenden in die Welt getragen und zusammen mit Stiften verschenkt.”

 

Ich war direkt Feuer und Flamme für das Projekt. Also habe ich vor meiner Reise Kontakt mit den Mädels aufgenommen. Ich bekam direkt Antwort und gegen eine kleine Spende haben mir die Mädels 20 Büchlein zu geschickt. Die Buntstifte wurden von Müttern aus dem Bekanntenkreis beigesteuert. 

Auf den Philippinen, mitten im Paradies angekommen, musste ich leider auch direkt die negative Seiten kennen lernen. So ging mein Weg vom Flughafen zu meiner Unterkunft am städtischen Müllberg vorbei. Hier wird der Müll der umliegenden Dörfer gelagert, nicht verbrannt und leider auch nicht recycelt. Der ganze Dreck fließt somit, durch den Regen noch begünstigt, direkt ins Grundwasser. Als ich dann das erste Kind auf dem Weg zum Surfspot sah, das seinen Plastikmüll anstelle von in den Mülleimer, einfach auf die Straße geworfen hat, war ich noch mehr überzeugt. Explainora muss verbreitet werden. Und man muss bei den kleinsten Inselbewohnern mit der Aufklärung beginnen. 

Von der Besitzerin meiner Unterkunft in Siargao habe ich erfahren, dass es hier in General Luna ein Waisenheim gibt. Also habe ich die Büchlein, die Stifte und noch ein paar Süßigkeiten eingepackt und habe mich zusammen mit einem Freund auf ins Waisenheim gemacht. Ich muss gestehen, dass ich davor wirklich sehr nervös war. Ich war zuvor noch nie in einem Waisenheim und wusste daher nicht was mich erwarten würde. Aber schon am Hoftor des Hauses wurden wir total herzlich von den Kindern und der Heimleiterin begrüßt. 

Mergine Magalona leitet zusammen mit ihrem Mann das Waisenheim und betreut, bekocht, bespaßt und vor allem kümmert sie sich um die Kinder als wären es ihre eigenen. Ich habe ihr die Büchlein gezeigt und ihr erklärt worum es dabei geht. Dass der kleine Affe Mona den Kindern auf spielerische Weise das Problem mit dem Plastik erklärt, dass die Kinder die Büchlein ausmalen können, dass die Kinder mit auf die Reise des kleinen Affens Mona genommen werden und vor allem, dass den Kindern dabei das Problem mit der Plastikvermüllung so auf spielerische Weise erklärt wird.

Die Kinder in dem Heim sind zwischen 3 und 16 Jahren alt. Und selbst die 16 Jährigen war total begeistert von den Büchlein und haben fleissig mit gemalt und den jüngeren Kindern, die noch nicht so gut englisch sprechen, die Geschichte sogar übersetzt. Ich muss sagen ich war wirklich gerührt davon zu sehen, wie einzigartig, freundlich und herzlich die Kinder waren und vor allem wie schnell sie den Hintergrund der Geschichte verstanden haben. Die Süßigkeiten waren leider in Plastik verpackt. Zu Beginn lagen die Verpackungen noch wild auf dem Tisch verstreut, bis die Kinder dann nach und nach verstanden haben worum es in der Geschichte geht und die Verpackungen dann alle in einem Topf gesammelt haben. Ein kleiner Junge hat seine Verpackung sogar wieder vom Boden aufgehoben.

Und genau so Momente haben mir gezeigt, dass die Büchlein wirklich verständlich sind und wirklich ihren Zweck erfüllen und vor allem, dass die Kinder begreifen worum es geht. 

Mergine hat mir noch erzählt, dass ihr die Problematik auch bewusst ist und sie permanent versucht ihr Verständnis an die Kinder weiter zu geben. So sammelt sie zum Beispiel Plastikverpackungen und nimmt sich, sobald einiges an Müll zusammen gekommen ist, die Zeit zusammen mit den Kindern aus dem Müll Kissen zu basteln. So kann jedes Kind sein eigenes Kissen nähen und dann mit den zurechtgeschnitten Plastikschnipseln füllen. 

Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass sich Plastikmüll gerade in manchen Regionen oder Bereichen einfach nicht vermeiden lässt. Aber man kann bewusster damit umgehen. Ich selbst habe während meinem Urlaub auf den Philippinen meine Wasserflasche zum Beispiel immer wieder aufgefüllt und darauf geachtet, dass meine auf dem Markt gekauften Waren nicht in eine Plastiktüte gepackt werden, sondern ich sie am Ende in meinen Rucksack packe. 

Ich werde auf meine nächste Reise auf jeden Fall wieder ein paar der Büchlein einpacken um auch anderen Kindern eine Freunde zu machen und um ihnen in erster Linie ein bisschen mehr Bewusstsein für unsere Umwelt zu schenken. 

 

Wer sich genau wie ich angesprochen fühlt und nun auch ein paar der Büchlein auf seine nächste Reise mitnehmen möchte, der kann sich gerne einfach per Facebook direkt an Elli und Wanda von Explainora wenden. Ihre Facebookseite findet ihr hier.

 

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Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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