It's all about waves

June 6, 2017

Als Surfergirl bin ich, wie alle anderen Surfer auch, natürlich immer auf der Suche nach der perfekten Welle. Als Surfergirl bin ich aber neben der Suche nach der perfekten Welle auch generell immer auf der Suche nach der nächsten Welle. Ich ertappe mich inzwischen sogar schon dabei, sobald ich Bilder von Stränden sehe, mein Blick direkt auf das Meer und die Wellen abschweift und ich erstmal checke ob die Wellen surfbar wären. 

Bevor ich ins Wasser springe, checke ich regelmäßig den Wellen Forecast. Wie groß sind die Wellen? Wie viele Sekunden Abstand liegt zwischen den Wellen? Gibt es Wind? Alles Fragen, die mir meistens von Portalen wie Magicseaweed oder Surfline beantwortet werden.

 

 

Aber wie entstehen Wellen eigentlich? 

 

Dass Wellen für jeden Surfer die wichtigste Grundlage sind brauche ich glaube ich nicht erwähnen. Aber was braucht es eigentlich dazu, dass wir uns mit unserem Brett in die Wellen der Ozeane werfen können? Wie und warum eine Welle entsteht kann verschiedene Ursachen haben.

Wellen können zum Beispiel durch Gezeiten entstehen. Für uns Surfer sind die Gezeiten ziemlich wichtig wenn es darum geht wann unser Lieblingsspot am besten oder überhaupt surfbar ist. Wellen die rein durch die Gezeiten entstehen, findet man allerdings eher in Flüssen.

Eine weitere Ursache können Strömungen sein. Aber auch hier gilt: Wellen, die durch Strömungen entstehen findet man auch eher in Flüssen. Ein typisches Beispiel für eine Welle, die durch Strömung entsteht, ist wohl die berühmte Eisbach Welle in München. 

Wellen können auch durch seismische Aktivitäten ausgelöst werden. Dieser Typ von Welle ist als Surfer aber eher uninteressant bzw. viel mehr muss stark davon abgeraten werden sich in solche Wellen zu stürzen. Seismische Aktivitäten produzieren nämlich Tsunami Wellen. Diese Art von Welle ist viel zu stark, zu schnell und zu zerstörerisch als dass man sich dafür ins Wasser wagen sollte. 

Wie entstehen dann aber Wellen, die surfbar und dadurch als Surfer interessant sind? Für Surfer sind vor allem Wellen interessant, die vom Wind produziert werden.

 

 

Wind produziert surfbare Wellen!

 

Neben dem unbeliebten On Shore Wind (= Wind, der vom Meer kommt und aufs Land weht) und dem doch sehr beliebten Off Shore Wind (=Wind, der vom Land aufs Meer bläst) gibt es aber noch den Wind, der weit entfernt von dem was wir vom Strand aus sehen können, Wellen produziert. 

Wind entsteht weit draußen im Meer in einem Tiefdruckgebiet. Gleichzeitig wirkt die Kraft des Windes auf die Meeresoberfläche. 

 

 

(Quelle: www.wdr.de)

 

Der Wind drückt also von oben auf die Wasseroberfläche. Das Meer gibt der Kraft nach und weicht dadurch nach unten aus. Die Oberflächenspannung des Meeres führt dann allerdings dazu, dass das Meer sich gegen den Wind wehrt und mit einer Gegenbewegung reagiert. Da Wasser allerdings auch nicht schwerelos ist, wirkt auch hier die Schwerkraft. Das Meer wölbt sich also soweit nach oben bis die Schwerkraft zu wirken beginnt. Diese lässt das Wasser dann quasi wieder nach unten fallen. So entstehen Wellen. 

 

 

Dünung ist für den Surfer gleichbedeutend wie Swell

 

Allerdings sind diese Art von Wellen noch lange nicht surfbar. Hier herrscht nämlich noch das reinste Chaos. Der Wind auf offenem Meer produziert nämlich Wellen in allen Größen und Wellen, die in alle Richtungen laufen. 

Bis diese Wellen dann bei den Surfern ankommen, haben sie noch einen langen Weg vor sich. Während sich die Wellen auf den weiten Weg zu uns Surfern machen kehrt auch endlich Ordnung ein. Die Wellen ordnen sich in die so genannte Dünung. Unter Surfern spricht man hier auch oft von Swell. Die Energie des Windes wird also vom Meer aufgefangen und somit in Wellen umgewandelt. 

Dieser Swell, ausgelöst von Winden auf offener See, transportiert dann die lange ersehnten Wellensets (= eine Gruppierung von mehreren Wellen) zu den Surfern an den Strand. Diese Wellensets entstehen übrigens dadurch, dass sich die Energie des Windes auf immer weniger Wellen verteilt. Das ist einfach dadurch zu erklären, dass sich die Wellen auf ihrem Weg ordnen und größere Wellen, kleinere Wellen überholen und sich dann zu noch kraftvolleren Wellen zusammen schließen. In einer großen Welle steckt also zusätzlich die Energie einer kleiner Wellen. 

 

 

Was ist denn jetzt diese Orbitalbewegung? 

(Quelle: www.alles-andre.de)

 

Der Wind auf offenem Meer ist übrigens auch ausschlaggebend dafür in welche Richtung die Wellen am laufen und wie schnell die Wellen sind. Das heißt an welcher Küste sie am Ende ihrer Reise dann ankommen. Der Wind schubst die Wellen quasi in eine bestimmte Richtung. Durch dieses Anschieben entsteht eine kreisförmige Bewegung im Wasser. Diese Bewegung nennt man Orbitalbewegung. Durch diese kreisrunde Bewegung wird die Kraft der Wasserteilchen immer weiter gegeben. Quasi von Welle zu Welle gereicht. Dadurch behält die Welle ihre Kraft und kommt so, je nach Windstärke auf offnem Meer, mit ganz schön viel Kraft bei uns Surfern am Strand an. 

 

Zum Abschluss gibts noch ein Traumexemplar unserer geliebten Wellen. Das ist der Sport “First Point”, in Malibu. Der wohl bekannteste Spot und damit leider auch der vollste Spot in Los Angeles, Kalifornien. 

 

So und jetzt ganz viel Spaß im Wasser und vor allem ganz viel Spaß mit den Wellen!

 

Hang Loose! 

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MADE BY DANI   WITH PASSION

Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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