Maldives - still dreaming

June 6, 2017

Ich sitze gerade im Flieger von Malé nach Doha und lasse die letzten Tage nochmal Revue passieren. Ich fasse es immer noch nicht. Ich war auf den Malediven. Sri Lanka hätte ich schon sehr verrückt gefunden. Mit der Langstrecke auf einen Surftrip gehen finde ich ja doch immer noch aufregend. Vor allem weil das mein erster Surftrip mit eigenem Board (abgesehen von meinen LA Layovern) ausserhalb von Europa und Marokko war. Und noch dazu mit einem Typen den man nur von einem Urlaub auf Bali kennt? Ja! Auf jeden Fall! Nämlich nur verrückte Ideen bringen einem verrückte Erfahrungen im Leben.

Ein Trip auf die Malediven war für mich in meinem Kopf immer unerreichbar. Unerreichbar und vor allem unbezahlbar. Die kleine Planänderung, dass wir auf die Malediven fliegen, ergab sich übrigens erst knapp eine Woche vor Abflug. Spontan bin ich ja inzwischen, aber auf einen Trip auf die Malediven war ich finanziell nun wirklich nicht vorbereitet.

Dass man die Malediven aber auch günstiger und vielleicht sogar schöner entdecken und vor allem besurfen kann, durfte ich auf diesem Trip erfahren. Und euch berichte ich davon in einem meiner nächsten Blogposts. Diesen Post widme ich nämlich vollkommen meinen ganz persönlichen Eindrücken dieser Reise. 

 

Chris, meine Reisebegleitung, hat immer gesagt: „Das ist wie durch Glas surfen“. Oh ja! Es war wie durch Glas surfen. Ich glaube ich bin in meinem Leben noch nie in so kristallklarem Wasser geschwommen, geschweige denn gesurft. Fliegende Fische und Schildkröten im Line Up und das wars an „Artgenossen“, die einem die Welle streitig machen. Hin und wieder hat sich mal ein dritter Surfer zu uns gesellt. Aber meistens waren es doch nur wir. Wir und wunderschöne Glaswellen. Ich habe mir oft beim rauspaddeln ganz bewusst eine Welle „gegönnt“ durch die ich mit offenen Augen durch getaucht bin um dieses unglaubliche Gefühl aufzusagen, das sich in mir frei macht wenn man die Kraft des Meeres spürt und dank kristallklarem Wasser auch von unter Wasser sehen konnte.

Und obwohl Chris und ich uns vor dem Trip nun wirklich nicht besonders gut kannten, war es wirklich eine schöne Zeit. Ich finde man merkt immer daran, dass man sich mit einem Menschen gut versteht wenn man es nicht mehr als unangenehm empfindet miteinander zu schweigen. Einfach neben einander herlaufen, im Line Up sitzen und dieses Wunder der Natur genießen. Ganz bewusst und manchmal auch ganz still. 

 

Am Flughafen trennten sich dann übrigens die Wege von Chris und mir. Für ihn ging es weiter auf seine Weltreise und für mich zurück nach Hause. Für mich war das ein ganz schön hartes Good Bye! Ich bin aber auch wirklich schlecht in Verabschiedungen. Allerdings war das auch ein Abschied mit einem weinenden Auge und aber auch mit einem lachenden Auge. Das weinende Auge weil ich dieses Paradies mitten im indischen Ozean, das unaufhörlich so unfassbare Glaswellen produziert bis auf unbestimmte Zeit verlassen musste. Das lachende Auge weil ich jetzt vielleicht einen Weltreisenden als Freund gefunden habe. Und wer weiß wo mich seine Reise vielleicht noch hinbringt.  Und ich bin mir sicher, dass ich zurück komme! Zurück komme, um durch Glaswellen zu surfen. 

 

Der letzte Surf auf den Malediven war im Vergleich zu den Tagen davor was die Wellenausbeute angeht, übrigens eher mäßig. Trotzdem war diese letzte Session trotzdem sehr besonders für mich. Irgendwie hab ich das kristallklare Wasser, welches, wenn es von der Sonne angestrahlt wird, noch türkisfarbener leuchtet als es eh schon tut, noch viel intensiver wahr genommen. Dazu nur das Geräusch der brechenden Wellen und eine ganz leichte Brise Wind in meinen Haaren. Für mich irgendwie fast nahezu eine Illusion.

 

Während ich den Blogpost geschrieben habe, habe ich übrigens „A Baru in New York“ „gelauscht“. Ein Song der mir Chris vorgespielt hat und der wie ich finde der perfekte Soundtrack für das Leben eines Reisenden ist. Und jetzt lehne ich mich zurück, genieße die restliche Zeit des Fluges und freue ich mich auf mein nächstes Layover in meiner Zweitheimat LA. Das erwartet mich nämlich schon ganz bald…

 

Hang Loose!

 

PS: Die tollen Bilder hat übrigens Chris gemacht! 

 

 

 

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MADE BY DANI   WITH PASSION

Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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