It's all about the FlyingSurfers - Part 1

August 12, 2017

Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich sage, dass wir Surfer ein besonderes Volk sind. Ein ganz besonderes Volk von Menschen, die zu jeder Zeit an jedem Ort versuchen ins Wasser bzw. viel mehr in die nächste Welle zu kommen. 

 

Der Desktop vom Office PC zeigt die perfekte Welle und die Mittagspause verbringt der deutsche Surfer damit sehnsüchtig nach neuen Surfdestinationen zu recherchieren. Falls Swell an der niederländischen Küste oder gar an der Nord- oder Ostsee zu erwarten ist, pilgert der deutsche Surfer samt Sack und Pack und natürlich dem Surfbrett in Richtung Strand in der Hoffnung doch wenigstens mal wieder einen kurzen Ritt verspüren zu dürfen.

 

Was ist aber nun wenn der deutsche Surfer in einem Beruf arbeitet bei dem Surfen sogar quasi bei der Arbeit möglich ist bzw. was ist wenn der deutsche Surfer in einem Beruf arbeitet bei dem die Arbeit der Weg zur nächsten Welle ist? Gibts nicht? Gibts ja wohl! Dass ich mein Brett um die ganze Welt schleppe, dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Weil es in dieser Firma aber noch viel mehr surfbegeisterte Kollegen gibt, habe ich ein paar meiner Kollegen nach einem Interview gefragt. 

 

Wir fliegende Surfer untereinander sind übrigens nochmal ein ganz anderes spezielles Volk. Unsere Konversationen untereinander drehen sich nämlich nicht darum, wo und wann der nächste Swell ankommt, sondern darum wie wir unseren Dienstplan am Surfer freundlichsten gestalten können. 

 

Los gehts mit Anna. Eines von Annas Flugzeugmustern ist die Boeing 747. Daher hat sie das große Glück auch Destinationen wie Rio oder Sao Paulo anfliegen zu können. Anna arbeitet genau wie ich seit ca. 3 Jahren bei Lufthansa.

 

 

Anna

 

"Zum Surfen bin ichvor 6 Jahren im Thailand Urlaub an der Adamanensee gekommen. Ich war an einer kleinen versteckten Strandbar namens “Magic”. Die Kellner haben mich nach Feierabend einfach mitgenommen. Als ich dann das erste Mal auf einem Brett stand und die Welle mich getragen hat war ich sofort süchtig nach diesem Gefühl.

 

Ich versuche jedes Layover in einen kleinen Surftrip zu verwandeln. Beim Surfen muss man viel trainieren und am Ball bleiben. Man benutzt Muskeln die man nur schwer an Land trainieren kann. Ich versuche daher mindestens einen Flug im Monat an einen Ort zu fliegen an dem es die Möglichkeit zum Surfen gibt. Bevor ich meinen nächsten Monat plane schaue ich welche Destinationen wir anfliegen und wo es dort gute Spots gibt. Ich komme gerade aus Rio und habe ein süßes kleines Surferdorf 4o km ausserhalb von unserem Crewhotel an der Copacabana gefunden. Natürlich nach Absprache mit dem Purser und dem Capitän gehe ich dann auf eigene Faust los. An und Abreise mit Uber, Bus oder Transfer sowie Unterkunft plane ich schon vorher von zu Hause damit ich in der kurzen Zeit vor Ort gleich loslegen kann.

 

Falls es mal nicht klappt mit meinen Lieblings Surf Destinations wie LA oder Rio muss man kreativ werden. So war ich schon in Tel Aviv, Hong Kong oder sogar Japan am Taito Beach surfen.

 

Meinen absoluten Lieblingssurfspot habe ich noch nicht geufnden und möchte mich da auch nicht festlegen. Jede Welle hat was für sich und jeder Ort eine bestimmte Atmosphäre. An der Algarve zwischen den Steilklippen mit tollen Beachbreaks und abends Musik in einer kleinen Surferbar am Strand oder auch England im Dezember und nach einer Session eine heisse Dusche und ein Kaffee mit Baileys im Pub und Meerblick. Es werden noch soviele Spots folgen und ich geniesse jeden Moment im Wasser.

 

Mein Lebensmodell als Flugbegleiterin und Amateur Surfer ist für mich perfekt. Ich geniesse jede Sekunde. Der Beruf ermöglicht es mir die Welt zu bereisen und Orte zu sehen, die ich sonst wahrscheinlich nie gesehen hätte. Das ist nicht selbstverständlich. Ich begegne auf der Welt vielen tollen Surfern wie z. B. in Brasilien, die nicht die Möglichkeiten haben soviele verschiedene Spots und Wellen zu reiten wie ich. Das macht mich demütig.

 

Mein Fazit ist, dass ich sehr glücklich bin mit meinem Lebensstil und der Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Das können nicht viele von sich sagen. Dafür bin ich sehr dankbar."

 

 

Wer mehr von Anna sehen will, der darf ihr übrigens gerne auf Instagram folgen. 

 

Weiter gehts mit Teresa. Teresa fliegt seit 2012 mit Lufthansa um die Welt und hat sich 2001 bei ihrem ersten Surftrips nach Frankreich und Portugal ins Surfen verliebt. Teresas Lieblingslayover ist übrigens genau wie meins Los Angeles. 

 

 

Teresa

 

 

" Ich versuche, sofern es mein Flugplan möglich macht, 1-2 Mal im Monat nach L.A. zu

fliegen. Das ist nicht nur meine absolute Lieblingsdestination, sondern ich habe auch

mein Board im Hotel gelagert, was es einfach super angenehm macht.

 

Mein Surflayover in Los Angeles sieht in der Regel so aus, dass ich mir am Ankunftstag direkt einen Mietwagen am Flughafen leihe. So kann ich Abends noch am Strand chillen und den Sonnenuntergang genießen, bevor ich dann zurück ins Hotel fahre. Außerdem bin ich somit flexibel was die Spots angeht. Im Hotel hole ich dann mein Board, überprüfe ob mit Wachs, Finnen und Leash alles passt und dann falle ich auch schon todmüde und mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett.

 

Am nächsten Morgen brauche ich gar keinen Wecker denn durch die Zeitverschiebung bin ich um 6 Uhr hell wach. Ich checke dann nochmal den Swell, packe alles zusammen, hole noch schnell einen Kaffee für die Autofahrt und dann geht es los Richtung Beach.

 

Am Strand angekommen verbringe ich dort dann den ganzen Tag. Gegen Abend und je nach Gezeiten, die für den jeweiligen Spot wichtig sind um gute Wellenbedingungen zu haben, bleibe ich dort zum Sunset Surf oder ich mach mir noch ein paar schöne Stunden in der City. Dann gehe Essen, treffe Freunde oder gehe auf ein Konzert. 

 

Meistens aber lasse ich mich einfach nur treiben und genieße den Moment, in dem ich auf meinem Board sitzen kann. Ob große oder kleine Wellen, ich genieße es vom Wasser aus auf den Pazifik zu blicken, die unendliche Weite des Ozeans. Manchmal kommt sogar ein Delfin vorbei geschwommen. In solchen Momenten bin ich unendlich glücklich, dass mir mein Job als Flugbegleiterin so etwas ermöglicht. 

 

Normalerweise muss man oft und teilweise weit reisen um die Surfleidenschaft leben zu können. Das ist zeitaufwendig und meist kostenintensiv. Durch meinen Beruf als

Flugbegleiterin hat sich das allerdings geändert. Ich versuche 1-2 Mal im Monat nach L.A.  zu kommen. Natürlich gibt es aber auch andere tolle Destinationen wie Sao Paulo, Hong Kong, Mexiko oder Lissabon. Auch dort findet man gute Surfbedingungen.

 

Das ist so etwas Besonderes, ich kenne keinen anderen Beruf in dem das so gut

kombinierbar ist. Im Schnitt komme ich 1-2x im Monat ins Wasser und dazu dann noch ca. 20 Tage im Jahr im Urlaub. Ehrlich gesagt, es gibt nichts Besseres. Gerade bei Flügen, wo ich weiß, dass ich surfen gehen kann, fahre ich schon mit einem großen Glücksgefühl an den Flughafen. Ich freue mich auf die Kollegen, das Arbeiten an Bord und kann es kaum erwarten endlich dort zu sein. Ich bin sehr motiviert und das spüren die Gäste und Kollegen. Das gleiche gilt natürlich auch für den Rückflug, da bin ich natürlich erstmal traurig, dass es schon wieder nach Hause geht, aber wenn ich dann 1-2 Tage oder nur ein paar Stunden auf meinem Board verbracht habe, bin ich voller Energie und fliege mit einer schönen Erinnerung nach Hause. Dort freue ich mich auf Freund und Familie und kann das alles zusammen einfach genießen. Auch den Jetlag stecke ich dann ganz anders weg. Der Flugbegleiter Beruf ist einfach der perfekter Ausgleich, wenn man so eine Leidenschaft für einen Sport hat, den man einfach nicht wie jede andere Sportart vor der Haustüre machen kann. "

 

Teresa ist übrigens Mama von dem kleinen Felix. Daher setzt sie momentan aus was das fliegen und das surfen angeht. Sie hat mir aber verraten, dass es ab Februar nächsten Jahres wieder los geht und sie es kaum noch abwarten kann. 

 

Welches Lieblingslayover andere Kollegen so haben. Das erfahrt ihr ganz bald in Part 2 von "It's all about the FlyingSurfers. 

 

Hang Loose!

 

 

 

 

 

 

 

 

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MADE BY DANI   WITH PASSION

Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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