Landlocked - Was tun gegen das Landratten Dasein?

October 7, 2017

 

Als deutscher Surfer kennt man das Gefühl der Sehnsucht nach Wellen mit am besten. Man wünscht sich nichts mehr als ein Brett unter den Füßen und damit der Welle davon zu jagen. Man wünscht sich nichts mehr als das Gefühl von Freiheit, das man beim Surfen spürt. Und man wünscht sich vor allem nichts mehr als das Gefühl von Glück vereint mit Adrenalin, das durch den Körper schießt sobald man sich auf einer Welle befindet. 

 

Tja. Was also tun wenn der nächste Surftrip noch nicht in greifbare Nähe gerückt ist oder man nicht zu den Glücklichen gehört direkt am Spot zu wohnen? Das Allheilmittel heißt Ablenkung! Ablenkung hilft bei Liebeskummer, aber noch viel mehr bei der schon fast schmerzhaften Sehnsucht nach Wellen!

 

In Kooperation mit Landlocked Boards durfte ich vier Wochen lang deren Surf Skate Board testen. Nun habe ich das große Glück meine zweite Heimat in Kalifornien gefunden zu haben und komme daher ziemlich oft ins Wasser. Dennoch kenne ich das Landlocked Gefühl ganz genau. Viel mehr noch! Ich würde sogar sagen um so mehr Tage ich in Kalifornien verbringen darf, um so größer ist die Sehnsucht sobald ich zurück in Deutschland bin. 

 

 

Da Kalifornien neben Wellen aber auch aalglatte Boardwalks bietet, musste das Board natürlich mit nach Kalifornien. Nun sitze ich hier und bin Wellenlos. Wellenlos in Kalifornien! Es ist kaum zu glauben, aber direkt am Meer zu wohnen, direkt am Spot zu wohnen der sonst traumhafte Wellen non stop produziert, das ist fast noch härter als Landlocked in Deutschland zu sein. 

 

Da ich das aber leider nicht ändern kann, aber ich mir das Landlocked Board geschnappt und dann ging's am Meer entlang mit Surfgefühl auf Asphalt. 

 

 

Was kann das Board aber tatsächlich?

 

Landlocked wirbt damit, dass man im Gegensatz zu anderen Longboards auch auf einem flachen Parkplatz stundenlang Spaß haben kann. Da sich das Board im Gegensatz zu den Carver Boards nicht in der Härte der Lenkung verstellen lässt und es am Anfang doch ziemlich wackelig zu geht, habe ich mich dazu entschieden mein Boardrack am Rad einfach zu entfremden und mein Landlocked Board darauf zu parken. Endlich am Meer angekommen gings dann aber los. 

 

So viel mal vorne weg: Ich war jetzt schon öfter damit auch länger unterwegs und kann sagen, es ist auf jeden Fall ein gutes Workout. Meine Beine haben danach ganz schön gebrannt. Mein Freund, jahrelanger Skater und Surfer, konnte es sich natürlich nicht nehmen lassen auch mal Probe zu fahren. Vom Surfgefühl auf der Straße sind wir beide uns allerdings uneinig. So bin ich auf jeden Fall der Meinung, dass es dem Surfgefühl ähnelt, dass es fürs Surfen sogar förderlich ist. Mein Freund traut der Sache hingegen noch nicht ganz, weil man doch sehr viel Belastung auf dem Hinterfuß braucht um das Ganze in Gang zu setzen und vor allem um Geschwindigkeit aufzubauen. Wobei man beim Surfen, gerade in steileren Wellen, doch mehr Belastung auf dem Vorderfuß haben sollte. 

 

Trotzdem muss ich sagen, dass ich irre viel Spaß damit hatte und es definitiv eine nette Beschäftigung ist wenn man Landlocked ist. Ich fahre seit knapp zwei Jahren immer mal wieder Longboard und muss sagen, ich hatte mit dem Landlocked Board wesentlich mehr Spaß als mit dem klassischen Longboard. Ich muss aber auch dazu sagen, dass es sich da grundsätzlich um zwei vollkommen unterschiedliche Boards handelt, die man auch ruhig beide zu Hause stehen haben kann.

 

 

Warum Landlocked und nicht Carver?

 

 

Die Frage habe ich mir gestellt, bevor ich das Board zum testen erhalten habe. Ich muss nämlich ehrlich gestehen, dass ich mich ziemlich in die Carver Boards verliebt habe, mich der Preis aber bisher davon abgehalten hat mir eins zu kaufen. Gut, vom Preis nehmen sich die beiden Boards kaum etwas. Aber vom Surfgefühl. So finde ich persönlich, dass ein Carver Board eindeutig eine Mischung aus Skateboard und Surf Skate Board ist. Soweit das Sinn macht. Das Landlocked Board ist gerade am Anfang eine komplette Umgewöhnung und vor allem beim Pushen sehr instabil. Man muss allerdings auch dazu sagen, dass man das Board auch ohne zu Pushen gut in Schwung bringen kann. Die Geschwindigkeit wird beim Landlocked Board nämlich von der Pump Bewegung erzeugt, die man auch beim Surfen auf der Welle benutzen würde. 

 

Und genau das ist der entscheidende Punkt. Als ich nach den ersten Testfahrten mit dem Landlocked Board das erste mal wieder auf meinem Surfboard stand, muss ich sagen, dass ich direkt eine Verbesserung fest stellen konnte. Mir ist das Pumpen in der Welle direkt viel leichter gefallen. Und das hat dann sogar mein Freund gesehen. 

 

 

Was ist also mein Fazit?

 

Als Gesamtfazit würde ich sagen, dass das Landlocked Board auf jeden Fall eine Anschaffung wert ist. Ich möchte an der Stelle übrigens erwähnen, dass dieser Blogpost nicht erkauft wurde. Ich gebe hier meine ehrliche und objektive Meinung wieder. Gerade als deutscher Surfer, der im Schnitt vielleicht drei bis viermal, wenn überhaupt, ins Wasser kommt ist das Landlocked Board eine super Sache. Man bleibt in der Hüfte beweglich und verliert das Gefühl eine Wellen zu reiten nicht komplett während der landlocked Zeit. 

 

Falls ihr mehr Fragen zum Landlocked Board habt schau doch auch gerne mal auf der Landlocked Homepage vorbei. 

 

Hang Loose!

 

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