Hawaii - Where it all began...

January 6, 2018

 

 

Hawaii. Hawaii ist der Geburtsort des Surfen. Hawaii ist da wo alles begann. Wen wundert es? Denn Hawaii liegt so weit entfernt vom Festland wie keine andere Inselgruppe. Das ganze Jahr hat Hawaii mit Swells aus allen Richtungen zu kämpfen. 

 

Ein Local hat mir gesagt in Hawaii hat man mit Surf Problemen zu kämpfen, die man sich überall sonst nur wünschen könnte. Zu viel, zu groß und vor allem zu konstanter Swell aus sämtlichen Richtungen. 

 

Für die Hawaiianer war Surfen nicht nur eine Sportart, sondern damals sogar Teil ihrer Religion. Und das spürt man heute noch. Vor der Reise hat mir ein Bekannter gesagt, nirgendwo herrsche ein so brutaler und ausgeprägter Lokalismus wie auf Hawaii. Ich war auf Oahu an der North Shore und habe davon nichts gespürt. Im Gegenteil. 

 

 

Wie hat es sich für mich angefühlt da zu sein wo alles began? Wie hat es sich angefühlt da zu sein wo alles began mit dem Surfen?

 

Als ich am ersten Morgen aufgewacht bin musste ich mich erstmal orientieren. Bin ich wirklich in Hawaii? Ich meine: Bin ich wirklich in Hawaii an der North Shore?

 

In Hawaii scheint man keinen Unterschied zwischen pro Surfer und Anfänger zu machen. So radelt hier am Morgen auch mal John John auf seinem Rad mit Surfboard unter dem Arm an einem vorbei oder man sitzt mit Stephanie Gilmore an einem Tisch beim Lunch. Bei einem Strandspaziergang läuft man dann zufällig Surflegenden wie Kelly Slater über den Weg, der auf dem Weg von der Welle zurück ins Haus sogar auf einen kurzen Smalltalk halt macht. 

 

Gut. Dass sich hier gerade alles was in der Surfszene Rang und Namen hat tummelt, mag wohl daran liegen, dass zu der Zeit als ich da war gerade das Surfevent des Jahres statt fand. Hier wurde bei den Pipemasters nämlich der Surfweltmeister gekührt. Aber selbst bei dem Contest am Strand von Banzai Pipeline ging es vollkommen relaxt zu. Den einzigen Contest, den ich bisher miterleben durfte waren die US Open in Huntington Beach. Da fand ich es ehrlich gesagt eher nervig den Tag am Strand zu verbringen. Jeder wirkte gehetzt und die allgemeine Stimmung war eher angespannt. Nicht so auf Hawaii. Hier fühlt sich so ein Contest Tag eher an wie ein entspannter Tag am Strand bei dem man seinen Surfbuddies aus der Ferne dabei zu schaut, wie sie eine Welle nach der nächsten entlang rocken. 

 

 

Typisch für die North Shore sind übrigens die Food Trucks. Hier gibt es alles von Frühstück bis Dinner, aber vor allem Shrimps. Shrimps und Fisch soweit das Auge reicht. Wer das also nicht mag, sollte seine Reiseplanung vielleicht nochmal überdenken. Kleiner Spaß. Natürlich kommt hier auch sowohl der Fleischliebhaber als auch der Vegetarier auf seine Kosten.

 

Ich selbst war während meinen sehr kurzen 6 Tagen auf Oahu leider nur einmal im Wasser. Das lag zum einen daran, dass so viel Swell vorhanden war, dass die bis zu 38 ft Wellen, die da auf die North Shore peitschten sogar den Big Wave Spot Waimea Bay zum Laufen brachten und zum anderen daran, dass auch an kleineren Tagen immer noch um die 12 ft Wellen auf Land geprallt sind.

 

Das eine mal das ich im Wasser war, hat mir dann aber so viele Glücksmomente beschert, dass ich damit vollkommen entspannt für den Rest der Woche war. Nicht nur, dass zwei der für Hawaii berühmten „green sea turtles“ an mir vorbei geschwommen sind, nein ich bin ich auch an meine Grenzen gegangen und bin in ein Lineup gepaddelt in dem die heran rollenden Wellen eigentlich viel zu groß für mich waren. Dazu mit einem Leihbrett bei einem Spot, den ich nie zuvor gesurft bin. Ich war inzwischen wirklich schon in vielen Surfdestinationen mit meinem Brett im Wasser, aber noch nirgendwo habe ich so eine so intensive Bewegung von so viel Wasser um mich herum gespürt. Und doch hatte ich für mein Empfinden ein paar wirklich sehr coole Wellen.

 

 

Und nun die Frage aller Fragen: Würde ich zurück kommen?

 

Hawaii war für mich kein klassischer Surftrip bei dem man zwei mal im Tag ins Wasser springt, Wellen non Stop surft und am Abend stoked und erschöpft ins Bett fällt. Aber nirgendwo auf der Welt spürt man diese Atmosphäre. Die Atmosphäre, die man wahrscheinlich nur am Geburtsort des Surfens spürt. Hawaii ist deshalb definitiv eine Reise wert. Ich weiß, ein Surfer, der die meiste Zeit landlocked ist will davon eigentlich nichts hören, aber Oahu hat auch fern ab von den Line Ups einiges zu bieten. 

 

Hang Loose! 

 

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