A short trip to Portugal

March 24, 2018

Ich bin zurück aus Portugal. Ich war für 5 Tage in Baleal, bei Peniche. Das liegt ca. eine Auto Stunde nördlich von Lissabon. Mit zurück gebracht habe ich tatsächlich etwas Bräune im Gesicht, die Erinnerung an eine meiner mit Abstand größten gesurften Wellen, aber auch eine Hand voll an Erfahrung. Nämlich die Erfahrung, dass es vollkommen ok ist seine Grenzen zu kennen und sich danach zu entscheiden. Dazu aber später mehr. 

 

 

Als ich das letzte mal in Baleal war, war ich noch mit meinem geliebten Mini Malibu unterwegs. Inzwischen habe ich in einem 5’7 Rare Bird der Marke Chilli mein absolutes Liebeslingsboard gefunden. Was ich damit aber eigentlich sagen möchte ist, dass sich damit auch meine Ansprüche an eine Welle verändert haben. Von meinem letzten Portugal Trip hatte ich noch in Erinnerung wie schön und lange die Wellen an der Küste von Peniche brechen. Beim absoluter Lieblingsspot war eine schöne Longboardwelle. Diesmal wollte ich aber mehr. So viel vorne weg: Meine Erwartungen an mehr Meer wurden übrigens mehr als übertroffen. 

 

Meine Surfbretter, zumindest 3 der 4 haben inzwischen ihre Heimat in Kalifornien gefunden. Das Mini Malibu hängt immer noch ganz stolz in meiner Wohnung in Frankfurt an der Wand. Aber zurück zum Thema: Da ich nicht direkt von LA nach Portugal geflogen bin, musste ich mich also schon ein paar Tage vorher entscheiden welches der Bretter mit darf nach Portugal. Ich entschied mich für mein heiß geliebtes Rare Bird.

 

Gewohnt habe ich, wie immer wenn ich in Baleal bin, im Highway to Swell Motel. Wer das noch nicht kennt, sollte unbedingt mal vorbei schauen. 

 

Wo sich Kalifornien in den letzten Monaten leider eher mit zu wenig Swell gezeigt hat, hat Portugal Swell mäßig für meine 5 Tage alles raus geholt. So kam es auch, dass ich mich an einem Tag erst nach knapp 30 Minuten und mindestens 15 Duckdives später im Line Up eingefunden habe um dann das erste Monsterset anrollen zu sehen und zu erkennen, dass ich eigentlich gerade doch lieber den warmen Sand unter meinen Füßen spüren würde. Aber ja so ist das mit den Grenzen. Bevor wir abgeflogen sind hat der Forecast nicht viel Hoffnung gemacht. Zumindest mir nicht. Der Forecast sagte nämlich je nach Tag und Spot Wellen von 12-40 ft voraus. So war ich doch irre stolz, dass ich mich in den 5 Tagen immerhin für 2 Sessions ins Wasser gewagt habe. Und vor allem bin ich stolz darauf meine Grenzen und somit meine Ängste ein Stück weit überwunden zu haben. Dadurch kam ich wohl in den Genuss des besten Rittes meiner bisherigen Surfkarriere. Zwar war ich in dem Moment mehr als versteinert auf meinem Board, dennoch habe ich eine der größeren Setwellen gesurft und danach wohl die Gänsehaut und den Adrenalinstoß meines Lebens verpasst bekommen. 

 

Jeder Mensch setzt seine Grenzen unterschiedlich. Jeder Surfer hat eine unterschiedliche Wahrnehmung was Grenzen angeht. So war ich den einen Tag trotz halb erfrorenen Fingern kaum wieder aus dem Wasser zu bekommen, weil ich die für mich bisher größte Welle erfolgreich bezwungen habe und somit unendliches Glück verspürte. Am anderen Tag dagegen musste ich meine Grenzen klar erkennen und habe in Kauf genommen ohne gesurfte Welle wieder zurück an Land zu paddeln. Nachdem ich nämlich tatsächlich zwei Wellen angepaddelt habe, jedoch beide male zurück gezogen habe, weil diese einfach zu massiv, zu groß und für mich in dem Moment noch nicht bezwingbar waren, habe ich mich entschieden dass genau hier meine Grenze ist und ich lieber von einem gemütlichen Platz in den Dünen dabei zu schaue wie andere ihre Grenzen noch austesten. 

Ganz leer ging ich aber bei der Session doch nicht aus. So hatte ich Glück beim zurück paddeln in einer guten Position für eine kleinere Inside Welle zu sein, die mich dann zurück zum Strand gebracht hat. 

 

 

Ansonsten durfte ich während meinem Portugal Trip in den Genuss kommen eine der beeindruckendsten und mächtigsten Wellen der Welt in Aktion zu sehen. Wo der Swell für mich nämlich zu groß war, brachte der Monsterswell den Spot „Nazaré“ zum laufen und lies mich beeindruckt dabei zu schauen, wie 30 ft Wellen auf die Küste zu liefen. 

 

Wer noch nie in Portugal war, es aber vielleicht bald vor hat, der muss übrigens unbedingt das berühmte Gepäck „Pastel de Nada“ probieren. Der perfekte Trost für einen Tag ohne Surf, aber auch die perfekte Belohnung für eine erfolgreiche Session. 

 

Hang Loose! 

 

 

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Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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