A place called home

May 26, 2018

Vor kurzem hatte ich einen Dreh mit dem ZDF zum Thema „Lieblingsort“. Wann das ganze ausgestrahlt wird, verrate ich dir übrigens am Ende des Blogposts! Also dran bleiben!

 

Der Dreh hat mich zum Nachdenken gebracht. Was ist denn eigentlich wirklich mein Lieblingsort? Habe ich denn einen Lieblingsort? Eine Lieblingsstadt, ein Lieblingscafé, einen Lieblingspark, einen Lieblingsstrand?

 

 

Ich möchte natürlich nicht zu viel vorne weg nehmen, weil die Sendung ja erst noch ausgestrahlt wird, aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mein Lieblingsort der ist, an dem ich mich zu Hause fühle. Deshalb möchte ich dir heute ein bisschen  mehr dazu erzählen, wie es sich anfühlt überall und irgendwie auch nirgendwo zu Hause zu sein. 

 

Ich lebe seit knapp 3 Jahren in Frankfurt. Dort habe ich mir eine süße kleine Wohnung ganz nach meinem Geschmack eingerichtet. Ursprünglich komme ich übrigens aus der Pfalz. Da wohnen meine Eltern auch heute noch. Früher war mein zu Hause ganz klar mein Elternhaus. Da bin ich aufgewachsen, da hatte ich mein Zimmer, meine Sachen und da hatte ich meine Familie und meine Freunde. 

 

Inzwischen habe ich seit knapp einem Jahr zusammen mit meinem Freund eine Wohnung im schönen Kalifornien. Die haben wir uns zusammen eingerichtet, so dass ich mich, auch wenn ich nur die Hälfte des Monats da bin, auch dort wohl fühle. Für das Zu Hause Gefühl spielen für mich aber auch noch andere Faktoren eine wichtige Rolle. 

 

Faktoren wie, meine Eltern, mein Freund, meine Freunde, aber auch Faktoren, wie die Dinge, die ich in meinem Leben am meisten liebe, weil sie mir Momente verschaffen, die mich glücklich machen. Jedes mal wenn ich, auch wenn es meist nur für kurze Zeit ist, auf Wiedersehen sagen muss zu meinem geliebten Kalifornien, fließen die Tränen. Und ja das sind ganz klar Tränen der Trauer. Tränen, die ich vergieße, weil ich meinen Freund verabschiedeten muss, aber auch Tränen, die ich vergieße, weil ich das Meer verabschieden muss. Jeden Monat aufs Neue muss ich mich verabschieden von meinem zu Hause. Meinem zu Hause am Meer, wo die Person lebt, die ich liebe und wo die Wellen unaufhörlich gegen die Küste donnern. Ich muss Auf Wiedersehen sagen zu meinen Surfbrettern, auf Wiedersehen zu der Wohnung am Meer. 

 

Dann steige ich in den Flieger und jedes mal wenn der Flieger in die Lüfte geht und dann nochmal eine letzte Kurze über die Küste dreht, schaue ich ein letztes mal aus dem Fenster und weiß so sicher wie nie: Das ist mein zu Hause. Hier schlägt mein Herz, weil hier die Wellen leben und das genau das ist was mir am meisten Glück beschert. 

 

Und dann in Deutschland angekommen fahre ich in meine kleine, aber gemütliche Wohnung. Dann frage ich mich, ob das jetzt mein zu Hause ist? Nein ist es nicht. Das ist eine Wohnung, die ich mir so eingerichtet habe, dass ich mich wohl fühle. 

 

Während ich in Deutschland bin, versuche ich meistens meine Eltern mindestens einmal zu sehen. Dann schlafe ich in meinem alten Kinderzimmer. In dem Zimmer, das Jahrelang mein Zu Hause war. Ist das also jetzt mein zu Hause? Ja meine Eltern geben mir ein zu Hause Gefühl. Deshalb bin ich auch so gerne da, aber das Zimmer an sich ist kein zu Hause mehr.  

 

Aber dann steige ich am nächsten Tag in meiner Uniform in den Flieger und lande am Ende des Tages in New York. Dort angekommen spaziere ich am Wasser entlang, schaue auf die Skyline und erkenne auch hier, dass ich glücklich bin und mich irgendwie zu Hause fühle. 

 

 

Was ist denn dann aber ein zu Hause?

 

Ich habe für mich erkannt, dass ein zu Hause nicht zwingend eine Stadt, eine Wohnung, ein Café oder ein Park sein muss. Ein zu Hause kann genauso gut ein Gefühl sein, dass mir vermittelt wird. Ich bin mir sicher, dass es zu diesem Thema ganz viele unterschiedliche Meinungen gibt. Und natürlich fahre ich nach einem langen Flug auch „nach Hause“. Damit verbinde ich aber viel mehr ein Gefühl der Geborgenheit und ein Gefühl des Glücks, das ich empfinde wenn ich meine Wohnung betrete als dass ich den Ort an sich so bezeichnen würde. 

 

 

Und was ist mit meinem kalifornischen zu Hause?

 

Das ist die Frage, die mir momentan wohl am allermeisten gestellt wird. Und ja ich fühle mich momentan nirgendwo so wohl wie in Kalifornien. Ich fühle mich aber gerade mit meinem ganzen Leben sehr wohl. Ich habe einen Beruf, der mich glücklich macht. Ich habe Eltern, die mich unterstützen. Ich habe einen Freund, der zwar am anderen Ende der Welt wohnt, aber jede Reise dahin wert ist und ich habe mein fehlendes Puzzleteil zum Glück im Surfen gefunden. Ich bin also gerade sehr glücklich überall und irgendwie auch nirgendwo zu Hause zu sein. Mein Surfbrett ist im Übrigen auch ein „Ding“, das mir das zu Hause Gefühl vermittelt.

So schwachsinnig das klingt, aber genau deshalb muss eins meiner Boards auch immer hier in Deutschland an meiner Wand hängen. 

 

 

So und wenn du jetzt Lust bekommen hast, dir das Interview zum Thema „Lieblingsort“ mit mir anzuschauen, dann schau doch am 17.06.18 mal um 09:00 Uhr in der Sendung „Sonntags“ im ZDF vorbei. 

 

 

Hang Loose! 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

MADE BY DANI   WITH PASSION

Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

© 2016 - 2019 by FlyingSurf.