Surf Kids Club Medawatta

March 30, 2019

Bei meinem Aufenthalt bei Drivethru in Sri Lanka durfte ich Teil einer wirklich schönen Zusammenarbeit werden. Drivethru Surfcamp organisiert zusammen mit Infinity Surfcamp jeden Sonntag einen Kids Club. Dabei geht es darum Kindern aus Medawatta & S.K. Town das Schwimmen und Surfen beizubringen. 

 

Um etwas mehr über den Ursprung und die Story dahinter zu erfahren habe ich Raphael und Vivi, Campleiter der Drivethru Camps und Mitverantwortliche für den Kids Club in Sri Lanka, zum Interview gebeten:

 

Ich durfte bei einem der Kids Clubs dabei sein, den Raphael organisiert hat. Mit dabei sind immer Surflehrer aus beiden Camps sowie Jungs und Mädels vom Orga Team. Von außen betrachtet sieht man auf jeden Fall, dass das ganze Drivethru Team mit ziemlich viel Herzblut bei der Sache ist. Auch Gäste der Camps sind mehr als willkommen den Kids Club tatkräftig zu unterstützen. 

 

Raphael, wie kam der Kids Club denn zustande und was war eure Motivation dahinter? Wie lange gibt es den Kids Club denn inzwischen?

 

"Tatsächlich hatten wir mit der Gründung nichts zu tun. Zwei Freunde von uns, Katerina und Leo haben dieses Projekt vor ca. 4 Jahren gestartet. Da wir Leo schon von früher kannten, haben wir uns entschieden mitzumachen. Wir versuchen hier in Sri Lanka unseren Traum zu verwirklichen. Um dies zu schaffen, sind wir auf die Einheimischen angewiesen. Etwas an die Menschen zurückzugeben die uns auf unserem Weg unterstützen, ist deshalb die logische Konsequenz."

 

 

Wie haben die Kinder davon erfahren? Wie viele Kinder nehmen in der Regel teil? 

 

"Leo und Jan sind die Besitzer vom Infinity Surfcamp und deshalb im ganzen Dorf bekannt.  Zusammen mit Katerina hat es ausgereicht die Information zu streuen. Zu Beginn waren es 30 und mehr Kinder für eine Session. Jetzt, 3-4 Jahre später sind es bis zu 40 Kinder die aber in zwei Gruppen aufgeteilt werden und sich wöchentlich abwechseln. Die Mädchen dürfen immer kommen!"

 

 

Als ich dabei war waren es ganz schön viele Kinder, die surfen lernen wollten. Man trägt ja doch eine riesige Verantwortung für die Kinder. Gerade im offenen Meer den Überblick über die Kids zu behalten stelle ich mir nicht leicht vor. Vivi, wie organisiert ihr das Ganze so, dass nicht nur der Spaß, sondern auch die Sicherheit garantiert sind? 

 

"Jedes Wochenende sind zertifizierte SurflehrerInnen dabei. Wir teilen die Kids in drei Kategorien auf. Eine Gruppe Swimmingpool um Schwimmen zu unterrichten. Eine Gruppe Weisswasser mit 1:1 Betreuung sowie eine Gruppe Line-Up mit 2:1 Betreuung. Sicherheits- und Verhaltensregeln werden von den einheimischen Surflehrern erklärt. So behalten wir die Kontrolle über den ganzen Kurs."

 

 

Für mich war der Kids Club eine großartige Erfahrung das Gefühl von Freiheit und der Unbefangenheit des Surfens mit den Kindern teilen zu können. Vor allem zu sehen wie viel Spaß die Kids dabei hatten und wie sehr sie sich über die kleinsten Erfolge freuen war großartig. Vivi, was war für dich der bisher schönste Moment im Zusammenhang mit dem Kids Surf Club?

 

"Den schönsten Moment erlebt man jede Woche, wenn man die Fortschritte sieht und wie die Kids auch Spass daran haben. Vor allem auch bei den Mädchen ist es super schön zu sehen, dass sie Selbstbewusstsein gewinnen und sie sich in der Gruppe auch wohl fühlen. Wenn die Kids eine Welle gesurft sind, auch wenn es nur eine Weisswasserwelle ist, und sie mit einem wunderschönen, riesigen Lächeln in deine Richtung schauen, weisst du wieso wir das machen."  

 

 

Aus meiner Sicht ist surfen lernen aber nicht nur Spaß für die Kinder, sondern eventuell auch ein Einstieg in einen späteren Berufsweg. Immerhin wachsen sie in einem Land auf, das viele Touristen wegen der Wellen und des Surfens anzieht. Viele der Kinder haben erstaunlich gutes Englisch gesprochen. Fördert der Kontakt zu Nicht-Einheimischen das eventuell sogar? Was meinst du dazu Raphael?

 

"Der spielerische Umgang zu uns Ausländern fördert mit Sicherheit das Selbstbewusstsein und trägt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse bei. Englisch ist enorm wichtig geworden. Dazu gehört auch ein gesundes Mass an Selbstsicherheit. Das lernen die Kids auf jeden Fall bei uns auf natürliche, ungezwungene Art und Weise."

 

 

Ich habe zwar im Line Up schon oft Locals getroffen, allerdings war unter ihnen keine Surferin. Bietet der Kids Club denn die Möglichkeit auch ältere Mädels längfristig zu fördern oder ist Surfen für Frauen in Sri Lanka gesellschaftlich nicht akzeptiert? Im Kids Club waren es ja doch einige Mädchen. 

 

"Es ist möglich für ältere Mädchen bei uns im Surf Kids Club teilzunehmen. In Arugam Bay gibt es auch einen Surf Club für Mädels, wo auch ältere teilnehmen. Hier im Süden ist die Surfkultur bei Mädchen noch nicht entwickelt. Natürlich spielt die Gesellschaft und die Kultur eine grosse Rolle, aber Sri Lanka ist im Umschwung. „Unsere“ Mädchen sind grösstenteils seit der ersten Session vor 4 Jahren dabei und wollen es auch in Zukunft sein. Das motiviert ungemein."

Ich finde den Club auf jeden Fall eine super Sache und habe mich riesig darüber gefreut auch als Camp Gast mit einbezogen zu werden. So etwas schönes wie Surfen an Kinder weiter geben zu können hat sich super angefühlt und richtig viel Spaß gemacht. 

 

Vielen Dank euch, Vivi und Raphael für das spannende Interview!

 

Hang Loose!

 

 

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Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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