A layover in India

July 21, 2018

Aus dem Stand By hat das Telefon geklingelt. „Ich brauche Sie für den Flug nach Madras-Chennai“. Und dann hatte ich noch knapp 1,5 h Zeit um mich auf den Weg zum Flughafen zum Briefing zu machen.

 

Indien also. Ich muss sagen abgesehen von so manchen scharfen Gerichten bin ich Fan des indischen Essens. Ich mag die Gewürze und ich mag die Speisen.

 

Aber wie ist denn Indien abgesehen vom Essen? Nun ja Indien ist nun mal indisch. Als ich an meinem freien Tag zurück in mein Hotelzimmer gekommen bin und meine Klamotten ausgezogen habe, ist mir sofort dieser für Indien typische Geruch in die Nase gesprungen. Eine Mischung aus Gewürzen und Grossstadtmief. 

 

 

Indien hat ganz klar eine andere Kultur als jedes westliche Land. In Indien ist alles laut, schnell und schrill. In so manchen Gegenden sieht man hier leider auch viel Armut. In so Momenten bin ich sehr dankbar für das was ich habe, dankbar für mein Leben. Aber auf der anderen Seite bin ich auch beeindruckt. Beeindruckt davon wie die Menschen hier leben. Beeindruckt davon was die Menschen hier lieben und mit was sie sich zufrieden geben. 

In den Momenten verstehe ich warum der Ursprung des Yogas in Indien liegt. Hierbei geht es um Dankbarkeit und um die Selbstliebe. Und ich glaube das tun die Menschen hier. Sie sind dankbar für das was sie haben und zufrieden. 

 

Als große blonde, westliche Frau werde ich hier oft mit Neugierde, aber auch irgendwie mit Ehrfurcht begrüßt. Das ist teilweise ehrlich gesagt irgendwie unangenehm, aber teilweise auch irgendwie schmeichelnd.  

 

Das Grossstadtleben hier ist definitiv so ganz anders als das Grossstadtleben das ich gewohnt bin. Hier fährt man Tuck Tuck, kein Auto. Dazu fühlt es sich so an als gibt es hier auch keine Regeln. Der Straßenverkehr regelt sich irgendwie von selbst und jeder fährt einfach wild drauf los mit dem Hintergedanken auf jeden Fall am schnellsten von allen durch die Massen zu kommen. Dazu wird wild gehupt und gleichzeitig werden wilde Lenkmanöver vollzogen. 

 

Ich bin ehrlich: Manche Menschen lieben Indien, manche mögen es nicht. Ich gehöre leider zum Letzten. Mir persönlich ist Indien einfach einen Tick zu indisch. Trotzdem sehe ich die Flüge dort hin immer wieder als eine Erfahrung. Eine Erfahrung über andere Kulturen und andere Sitten. Und wenn man im aufregenden Großstadtrummel mal kurz inne hält, dann erkennt man in Indien auch eine Herzlichkeit. Eine Herzlichkeit, die für uns westliche Kulturen vielleicht erst etwas ungewöhnlich erscheint, die aber, wenn man näher hin schaut aus tiefstem Herzen kommt und ganz ehrlich gemeint ist. 

 

Indien ist meiner Meinung nach also auf jeden Fall eine Reise wert. Einfach der Erfahrung wegen. Ich bin dankbar dafür Indien auf der Liste meiner bereisten Länder mit dabei stehen zu haben. 

 

Eine Stunde südlich von Chennai, wo ich dieses mal war, gibt es übrigens sogar Wellen. Dafür hatte ich dieses mal leider keine Zeit und auf Grund des Stand Bys auch nicht das nötige Equipment dabei, aber beim nächsten mal stehen die Wellen von Chennai auf jeden Fall ganz oben auf meiner Liste. 

 

Hang Loose!

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

MADE BY DANI   WITH PASSION

Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

© 2016 - 2019 by FlyingSurf.