Backboards - Wie aus Brötchen Surfbretter wurden

March 16, 2019

Ich habe Massimo vor knapp einem Jahr in einem Hamburg Layover kennen gelernt. 

 

Massimo ist Surfer. Aber nicht nur Surfer, sondern auch Shaper. Massimo baut Surfbretter. Da ich 4 Tage in Hamburg in seiner Werkstatt verbringen durfte, habe ich die Gelegenheit direkt noch genutzt und ihn zum Interview gebeten.

 

Massimo, erzähle doch erstmal kurz ein bisschen was über dich. Wer bist du? Wo kommst du her? Wie alt bist du? 


"Moin, Ich heiße Massimo, bin 25 Jahre alt und komme aus Hamburg.

 

 

Ich bin immer noch ganz begeistert von deinem Shaper Namen. Zumindest der erste Teil des Namens Backboards ist nämlich tatsächlich deutsch. Massimo, wie kam es zu dem Namen? 

 

"Ich bin gelernter Bäcker in 5. Generation und da war Backen natürlich immer ein Thema für mich. Als ich dann irgendwann auf Namenssuche gegangen bin, hab ich versucht das Backen da irgendwie mit einfliessen zu lassen und so bin ich am Ende bei Backboard gelandet."

 

 

Und wie kommt man vom Brötchen backen zum Surfboard bauen? 

 

"Das fing vor etwa 5 bis 6 Jahren an. Meine Bretter waren ständig kaputt oder angeeckt und als damaliger Azubi hatte ich natürlich nicht das Geld um es ständig beim Shaper reparieren zu lassen was dann eigentlich auch schon zum zweiten Problem führte. In Hamburg gab es so gut wie niemanden der Bretter repariert bzw. gebaut hat.

Irgendwann fing ich an für mich und dann später für meine Freunde die Boards zu reparieren. Gute 2 Jahre später hab ich mir dann meinen ersten Blank bestellt und einfach drauf los gehobelt."

 

 

Du hast mir erzählt, dass zeitweise sogar bei den deutschen Meisterschaften mit gesurft bist. Hat deine Leidenschaft zum Shapen auch da seinen Ursprung? Oder warst du einfach auf der Suche nach dem für dich perfekten Board und dachtest du baust es dir einfach selbst? 

 

"Jein, in meinem ersten Jahr bei den Meisterschaften hat mich ein Freund mit nach Hossegor genommen wo er sein Board bei einem Shaper abgeholt hat. Ich war total fasziniert von der Halle, den Blanks und den Räumen.. Ich glaube das war so das erste Mal das ich damit bewusst in Kontakt gekommen bin.
Später habe ich ein Praktikum im Wellenreitshop gemacht. Es war super cool jedes mal wenn neue Bretter angekommen sind die auszupacken und genausten zu inspizieren und natürlich dabei auf die Shapes zu achten.

Lieben Gruß an der stelle an Björn und Jan.

 

 

Jetzt aber mal zum Shapen:

 

Was ist der schönste Part am Shapen für dich? 

 

"Wenn der fertige Shape vor mir liegt und ich nochmal mit der Hand drüber fühle.

Es ist unbeschreiblich wie es ist wenn man den Blank stundenlang bearbeitet hat und er dann super glatt geschliffen vor einem liegt."

 

 

Und was ist der schwierigste Teil? 

 

"Das Glassen ist jedes mal wieder eine kurze Herausforderung und am Ende das schleifen bzw. polieren ist nochmal anstrengend."

 

 

Wie hast du dir den Shaping Room eingerichtet? Du hast mir erzählt, dass die meisten Shapingräume blau angestrichen sind um den Kontrast zwischen Board und Wand her zu stellen. Auf was muss man noch dabei achten? 

 

"Genau. Der Abstand vom Blank der auf dem Bock liegt zu den seitlichen Lichtern sollte schon passen. Sonst bekommst du da Licht- bzw. Schattenspiele rein die verwirrend sein könnten und zu Fehlern im Shape führen."

 

 

Ich muss gestehen, dass ich mich in der Woche in der wir zusammen mein neues Board gebaut haben, mit jedem Arbeitsschritt mehr in mein neues Brett verliebt habe. Spätestens als ich das finale Ergebnis gesehen habe hätte ich es auf keinen Fall mehr her gegeben. Wie machst du das? Ist es nicht jedes mal traurig eins deiner Boards abzugeben? Oder freust du dich eher darüber, weil jemand damit Spass in den Wellen haben wird?

 

"Haha, Ja! Jedes mal denke ich mir, ich würde es gerne selbst behalten.
Aber am Ende freue ich mich mehr darüber den Kunden glücklich mit seinem neuen Board unterm Arm zu sehen und ein tolles Feedback zu bekommen.
"

 

 

Ok und noch eine letzte Frage:

 

Wo trifft man dich und deine Boards am meisten im Wasser? 

 

"Eher im Nordischen Raum, Nord und Ostsee sind für mich nicht so weit entfernt. 

Ansonsten versuche ich einmal im Jahr einen größeren Trip mit meinen Freunden zu machen."

Vielen Dank Massimo für das coole Interview! Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast mal bei Massimo in der Werkstatt vorbei zu schauen oder dein nächstes Board gar von ihm haben willst, dann schaue hier vorbei! 

 

Hang Loose!

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Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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