It has been two years...

May 18, 2019

Dieser Blogpost handelt von den Ängsten, Gefühlen und vor allem von den ehrlichen Emotionen in einer Fernbeziehung.

 

Seitdem ich meinen Freund gesehen habe sind nun 6 Tage vergangen. Was? 6 Tage erst? In dem Moment als ich diese Zahl geschrieben habe war ich ehrlich gesagt selbst etwas geschockt über das was in der Zeit passiert ist und über das was ich dir gleich berichten werde. Aber so ist das scheinbar in einer Fernbeziehung.

 

Aber jetzt erstmal von Anfang:

 

Letztes Jahr habe ich mich dazu entschieden im darauf folgenden Jahr (also in diesem Jahr) mehr Zeit bei meinem Freund in Los Angeles zu verbringen. Mein Arbeitgeber ist was die Möglichkeiten hierzu angeht wirklich toll. Also habe ich mir eine für mich passende Teilzeit ausgewählt, sie beantragt und ein Glück auch bekommen. Und so kam es, dass ich dieses Jahr den vollen April frei hatte und in Los Angeles verbringen konnte. Mit ein paar Urlaubstagen vor und nach dem April war ich so am Ende fast volle 6 Wochen in meiner Zweitheimat. 

 

Die Zeit dort war toll, sie war aufregend aber vor allem sehr emotional. Die Zeit dort hat mir nämlich klar gemacht, dass mein Herz in Los Angeles hängen geblieben ist. Mein Freund und ich konnten die lange Zeit zusammen endlich mal dazu nutzen uns nach 2 Jahren Beziehung einen Alltag miteinander aufzubauen. Klar hatten wir auch schon davor unsere Art von Alltag. Ich war ja doch sehr oft da. Um genau zu sein über 37 x in zwei Jahren Beziehung. Trotzdem hatten wir immer nur maximal 3 Wochen in unserem gemeinsamen zu Hause miteinander. Klar haben wir die Zeit auch immer genossen und klar gab es in der Zeit auch Verpflichtungen wie den gemeinsamen Haushalt, die Arbeit meines Freundes, etc. Aber jedes mal bevor wir uns zu sehr aneinander gewöhnen konnten, war die Zeit auch schon wieder abgelaufen und ich musste zurück nach Deutschland fliegen. 

 

Das war bei meinem letzten Aufenthalt anders. Diesmal mussten wir uns mit alltäglichen Problemen auseinander setzen. Wir haben gelernt uns miteinander zu arrangieren, denn mal ganz ehrlich? Welches Paar ist bisher zusammen gezogen und hatte keine Raufereien über den Abwasch, die liegen gebliebene Wäsche oder wer diesmal mit Saugen dran ist. Nach den 6 Wochen wissen wir nun worauf es bei dem jeweilig anderen ankommt. So habe ich gelernt meinem Freund in Sachen Haushalt zu vertrauen. Er macht es nicht dann wann ich es gemacht hätte und wahrscheinlich auch anders als ich es machen würde, aber er macht es. Umgekehrt hat mein Freund gelernt mehr auf meine Bedürfnisse zu achten und den Staubsauger deshalb doch mal öfter in die Hand zu nehmen. Ganz normale Kleinigkeiten eben, wie jedes ganz normale Paar sie im Alltag kennt. 

 

Und dann waren die 6 Wochen plötzlich vorbei. Die Zeit war einfach rum als wäre die Uhr abgelaufen. Ich musste, ob ich wollte oder nicht zurück nach Deutschland. Wie du dir vorstellen kannst habe ich deshalb nicht nur eine Träne vergossen. Wahrscheinlich auch mehr als zwei. Jetzt bin ich zurück in Deutschland, zurück in meiner Wohnung, zurück bei meinen deutschen Freunden und meiner Familie. Ich schätzte all diese Dinge sehr, verstehe mich nicht falsch, aber dennoch plagt mich gerade jeden Tag die Sehnsucht nach der Routine, die wir uns als Paar in LA aufgebaut haben. Ich drehe mich am Morgen immer noch automatisch im Bett um und bin erschrocken wenn ich fest stelle, dass die andere Bettseite leer ist. Ich bin traurig darüber, dass mein Freund am Abend nicht wie selbstverständlich die Tür rein kommt und mir von seinem Arbeitsalltag erzählt. Zudem vermisse ich das Meer, den Strand, die Wellen. Ich vermisse meine Wege, die ich für gewöhnlich gehe und ich vermisse das was wir uns gemeinsam aufgebaut haben.  

 

Die Zeit ist nicht einfach und ich bin mir sicher jedes Paar, das mal in einer Fernbeziehung gesteckt hat kennt diese Zeit. Und wir wissen beide, dass sie vorüber gehen wird und wir auf lange Sicht eine Lösung finden werden. Natürlich ist nicht alles so negativ wie es mir gerade scheint. Ich mag Deutschland, ich liebe meinen Beruf, den ich im Übrigen auch auf lange Sicht nie aufgeben werde. Schon alleine weil meine Wurzeln nun mal in Deutschland liegen. Weil meine Familie hier ist und weil ich mir die Sicherheit nicht nehmen lassen werde zurück kommen zu können, wenn ich das wollte. 

Für nächstes Jahr haben wir schon eine Lösung gefunden. Dann wird es auch besser und einfacher. Dieses Jahr wird hart werden. Aber auch das schaffen wir, denn so eine Distanz gemeinsam zu meistern stärkt die Beziehung auch. Bis dahin freue ich mich auf die Dinge die in diesem Jahr noch an stehen, wie unsere gemeinsame Reise nach Neuseeland oder die Zeit in der mein Freund in Deutschland sein wird. 

 

 

Mich haben im Übrigen vor der finalen Entscheidung mehr Zeit in Kalifornien zu verbringen ganz oft die Ängste geplagt, was ist wenn meinen Eltern etwas passieren würde und ich so weit weg bin. Was ist wenn ich dann alles vermisse was ich mir in Deutschland aufgebaut habe. Da kann ich dir als Tipp geben ehrlich zu sein! Zu dir selbst, aber auch zu deiner Familie. Meine Eltern unterstützen mich in meinem Weg. Egal wohin dieser Weg am Ende führt. Und das macht es für mich einfacher! Bis ich das nächste mal in LA bin versuche ich Routinen, die ich mir bei meinem letzten Besuch in meiner Zweitheimat aufgebaut habe, einfach mit nach Deutschland zu bringen. So mach ich mir aktuell zum Beispiel jeden Tag eine Acai Bowl. Zumindest die deutsche Variante davon. Und am Ende sind es solche kleinen Dingen, die es einfacher machen. 

 

Achso! Ganz wichtig ist für mich im Übrigen immer einen Plan zu haben! So weiß ich vor der Abreise immer schon wann ich das nächste mal wieder komme oder zumindest wann ich meinen Freund das nächste mal sehe! So wird die Trauer des Abschiedes mit der Vorfreude auf das nächste Wiedersehen vermischt und macht alles am Ende halb so schlimm!

 

Hang Loose!

 

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Aloha! Ich bin Dani. Ich bin surfende Flugbegleiterin und fliegendes Surfergirl zugleich. Ich fliege mit meinem Surfboard um die Welt und wenn du magst nehme ich dich mit auf meine Reisen. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke hier.

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